Deutsch-französische Begegnung der IGS Schlitzerland in Trier
Die IGS-Reporter Farshad, Patryk und Marc berichten:
Vom 20. bis 21. März 2026 nahmen Schülerinnen und Schüler der IGS Schlitzerland an einer zweitägigen deutsch-französischen Begegnungsfahrt nach Trier teil. Im Mittelpunkt stand das Treffen mit 35 französischen Jugendlichen, die Deutsch lernen. Begleitet wurde die Gruppe aus 17 Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 7 sowie zwei Neunt- und vier Zehntklässlerinnen von Elisabeth Hertel und Timo Hasenau.
Die Reise begann am frühen Freitagmorgen in Fulda. Trotz einer Zugverspätung und einer ungeplanten Umsteigeverbindung erreichte die Gruppe Trier mit rund einer Stunde Verspätung zur Mittagszeit. Während der Anreise durchquerten die Teilnehmenden gleich vier Bundesländer: Hessen, Baden-Württemberg, das Saarland und Rheinland-Pfalz. Bei strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen startete die Begegnung zunächst mit einer kurzen Mittagspause am Hauptbahnhof, bevor es zu Fuß zur Jugendherberge ging.
Dort wartete die französische Gruppe bereits, die den Vormittag für eine erste Erkundung der Stadt genutzt hatte. Nach dem Beziehen der Zimmer stand das gegenseitige Kennenlernen im Mittelpunkt. In deutsch-französischen Zufallsgruppen führten die Jugendlichen Interviews durch, tauschten sich aus und konnten ihre Sprachkenntnisse direkt anwenden. Erste Hemmungen und Sprachbarrieren waren schnell überwunden.
Am Nachmittag ging es gemeinsam zum Aussichtspunkt Petrisberg. Auf dem Weg dorthin passierten die Gruppen einige der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Triers, darunter den Dom, die Konstantinbasilika und die Kaiserthermen. Mithilfe eines Arbeitsblattes sollten die Schülerinnen und Schüler die besuchten Orte in die richtige Reihenfolge bringen. Für zusätzliche Begeisterung sorgte eine kreative Foto-Challenge, bei der besonders originelle oder symbolische Bilder zur deutsch-französischen Freundschaft ausgezeichnet wurden.
Nach rund zweieinhalb Stunden kehrte die Gruppe zur Jugendherberge zurück. Auf das gemeinsame Abendessen folgte Freizeit in der Trierer Innenstadt, die viele Jugendliche für eigene Erkundungen und gemeinsame Aktivitäten nutzten.
Der zweite Tag begann nach dem Frühstück mit einer bewegungsreichen Kennenlern- und Aufwärmphase im Innenhof der Jugendherberge. Beim Spiel „Molekül“ fanden sich die Jugendlichen immer wieder in neuen deutsch-französischen Gruppen zusammen. Mal erfolgte die Einteilung nach Zahlen, mal nach kreativen Begriffen wie „Spinne“ oder „Schlange“. Am Ende entstand daraus eine große Menschenkette, an der alle beteiligt waren.
Anschließend konnten die Teilnehmenden ihr Wissen bei einem deutsch-französischen Quiz unter Beweis stellen. Danach brachten sich die Jugendlichen gegenseitig Lieder aus ihren Heimatländern bei. Den musikalischen Höhepunkt bildete das gemeinsame Singen, bei dem insbesondere das „Gute-Laune-Lied“ für große Begeisterung sorgte.
Zum Abschluss der Begegnung wurden zahlreiche Kontakte ausgetauscht – ein deutliches Zeichen dafür, dass innerhalb kurzer Zeit echte Freundschaften und Verbindungen entstanden waren. Mit einem herzlichen „Au revoir“ verabschiedeten sich die deutschen und französischen Jugendlichen voneinander. Anschließend blieb noch Zeit für einen kleinen Mittagssnack und letzte Einkäufe in der Stadt.
Am frühen Nachmittag trat die Gruppe die Heimreise an. Trotz weiterer Zugverspätungen erreichten die Schülerinnen und Schüler am Abend wieder Fulda – müde, aber voller neuer Eindrücke, Erfahrungen und schöner Erinnerungen.
Die Begegnungsfahrt nach Trier hat eindrucksvoll gezeigt, wie lebendig und wertvoll der deutsch-französische Austausch sein kann. Sie bot nicht nur die Möglichkeit, Sprachkenntnisse praktisch anzuwenden, sondern auch neue Freundschaften zu knüpfen und europäische Verständigung aktiv zu erleben. Solche Begegnungen leisten einen wichtigen Beitrag dazu, Vorurteile abzubauen, kulturelle Unterschiede kennenzulernen und den europäischen Gedanken mit Leben zu füllen.



