Mehr Medienkompetenz im Jahrgang 5


Projekt „Smartklikk“ unterstützt Kinder und Eltern der IGS Schlitzerland bei sicherer Mediennutzung

„Wie reagiere ich, wenn ein Streit im Klassenchat entsteht? Welche Regeln sollten im digitalen Miteinander gelten? Was bedeuten Cybermobbing oder Cybergrooming und wie kann ich mich davor schützen? Darf jemand einfach einen Sticker von mir erstellen und weiterverbreiten?“

Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen der IGS in der vergangenen Woche beim Medienkompetenzprojekt „Smartklikk“. Zu Gast waren Katha und Jonas vom Verein „Menschen und Medien e.V.“, die gemeinsam mit den Kindern wichtige Themen rund um die digitale Lebenswelt erarbeiteten.

Digitale Medien spielen im Alltag von Kindern und Jugendlichen eine immer größere Rolle. Neben zahlreichen Chancen und Möglichkeiten bringt die Nutzung von Smartphones, sozialen Netzwerken und Online-Plattformen jedoch auch Herausforderungen und Risiken mit sich. Medienbildung gewinnt daher zunehmend an Bedeutung. Die IGS möchte Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern bei dieser wichtigen Erziehungsaufgabe unterstützen und ihr Angebot im Bereich der Medienbildung kontinuierlich ausbauen.

Im Mittelpunkt des Projekttages standen konkrete Situationen aus dem Alltag der Kinder. Besonders intensiv wurde das Thema Klassenchat diskutiert. „Der Klassenchat war keine gute Idee, weil direkt andere Kinder beleidigt wurden und viel zu viel geschrieben wurde“, stellte ein Schüler der Klasse 5.3 fest. Gemeinsam reflektierten die Kinder die Vor- und Nachteile digitaler Gruppenkommunikation und erkannten, wie schnell Missverständnisse und Konflikte entstehen können. Katha und Jonas empfahlen daher, Chatgruppen bewusst und zweckgebunden einzurichten – beispielsweise für Hausaufgaben oder gemeinsame Hobbys – und klare Regeln für den Umgang miteinander zu vereinbaren.

Mit großem Interesse stellten die Schülerinnen und Schüler Fragen, tauschten sich offen aus und berichteten von eigenen Erfahrungen im Internet, bei Online-Spielen, in Messenger-Diensten und auf verschiedenen Plattformen. Dabei wurden auch problematische und nicht altersgerechte Inhalte thematisiert. Die Kinder setzten sich kritisch mit ihrem eigenen Mediennutzungsverhalten auseinander, diskutierten über das Suchtpotenzial mancher Apps sowie über Schönheitsideale in sozialen Netzwerken und entwickelten gemeinsam Strategien für einen sicheren, verantwortungsvollen und gesundheitsförderlichen Umgang mit digitalen Medien. Die Ergebnisse wurden in jeder Klasse auf einem Plakat mit Tipps für einen „smarten“ Medienumgang festgehalten.

Begleitend zum Projekt wurden die Klassenlehrkräfte Maria Stephan, Silas Neuhof, Katrin Geißler und Tilo Schramm im Vorfeld fortgebildet. Darüber hinaus fand ein Elternabend statt, bei dem die Eltern Informationen zur Medienerziehung, zur Begleitung ihrer Kinder im digitalen Alltag sowie zu Fragen der Sicherheit im Netz erhielten. Neben fachlichen Impulsen bot die Veranstaltung Raum für Austausch und Diskussion über das familiäre Mediennutzungsverhalten. Außerdem bekamen die Eltern Einblicke in die Inhalte und Ergebnisse des Projekts.

Die IGS freut sich über das große Interesse und die zahlreiche Teilnahme der Eltern. Die positive Resonanz bestärkt die Schule darin, das Projekt auch im kommenden Schuljahr erneut anzubieten und die gemeinsame Medienbildung von Schule und Elternhaus weiter zu stärken.

Hier geht es zum Artikel im Schlitzer Boten.