"IGS - der normale Wahnsinn - aber mit Herz"


nachgefragt – Eure Lehrkräfte im Interview mit den IGS-Reportern


Die IGS-Reporter Noah, Finn und Elias berichten:

Ann-Marit Herzig ist seit November 2025 neue Referendarin an der IGS Schlitzerland. Im Gespräch mit den IGS-Reportern spricht sie nicht nur über ihre schulischen Interessen, sondern plaudert auch über ihre privaten Leidenschaften. 


Wie sind Sie dazu gekommen, Lehrerin zu werden? 

Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen hat mich schon immer begeistert. Es macht mir große Freude, Dinge verständlich zu erklären und Wissen so zu vermitteln, dass es bei den Schülerinnen und Schülern wirklich ankommt. Außerdem komme ich aus einer richtigen „Lehrerfamilie“ – meine Mama, mein Opa und mein Onkel waren beziehungsweise sind ebenfalls im Schuldienst tätig. Der Beruf wurde mir also ein Stück weit in die Wiege gelegt. Allerdings habe ich tatsächlich auch lange überlegt, zur Polizei zu gehen. Am Ende hat jedoch die Schule gewonnen – und diese Entscheidung habe ich bis heute nicht bereut.

Was hätten Sie gerne über die Schule gewusst, bevor Sie hier angefangen haben? 

Ich hätte gerne gewusst, wie verwirrend das Schulgebäude manchmal sein kann. Auch heute passiert es mir noch, dass ich in den Gängen in die falsche Richtung laufe und einmal im Kreis gehe, bevor ich am richtigen Raum ankomme. Außerdem hätte ich gerne schon vorher gewusst, wie familiär und herzlich die Atmosphäre hier ist. Sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die Kolleginnen und Kollegen haben mich sehr offen aufgenommen. Dieses Miteinander macht die Schule zu einem besonderen Ort. 

Wenn Sie unsere Schule als Film oder Serie sehen würden – was wäre der Titel? 

„IGS - Der ganz normale Wahnsinn - aber mit Herz“ Der Titel passt finde ich ganz gut, weil im Schulalltag jeden Tag unglaublich viel passiert: volle Flure, spontane Fragen, vergessene Hausaufgaben, lustige Kommentare und manchmal auch kleine Orientierungsprobleme im Gebäude. Gleichzeitig steckt hinter diesem „Wahnsinn“ aber auch ganz viel Positives: nette Schülerinnen und Schüler, hilfsbereite Kolleginnen und Kollegen und eine sehr familiäre Atmosphäre und Miteinander. Ich glaube, es wäre eine Serie mit viel Humor, Tempo und ganz viel Herz.

Welche Fächer unterrichten Sie und wieso haben Sie sich für diese entschieden? 

Ich unterrichte Sport und Deutsch. Sport unterrichte ich, weil ich selbst in meiner Freizeit sehr gerne Sport treibe. Ich finde, Sport ist ein unglaublich wichtiges Fach, weil es einen Ausgleich zum „normalen“ Unterricht bietet. Außerdem lernt man die Schülerinnen und Schüler im Sportunterricht noch einmal auf eine ganz andere Art und Weise kennen – Teamgeist, Fairness und Durchhaltevermögen spielen hier eine große Rolle. Deutsch unterrichte ich, weil Sprache für mich der Schlüssel zur Welt ist. Ursprünglich habe ich sogar Biologie und Sport studiert, mich dann aber bewusst für Deutsch entschieden. Mir ist es wichtig, den Unterricht schülernah zu gestalten und zu zeigen, dass Deutschunterricht mehr sein kann als nur stures Lesen und Texte schreiben. Sprache kann kreativ, spannend und lebendig sein. 

Welche Superkraft wäre im Lehreralltag am nützlichsten? 

Definitiv die Fähigkeit, Gedanken lesen zu können – zumindest manchmal. Es wäre spannend zu wissen, was in den Köpfen der Schülerinnen und Schüler gerade vorgeht. Alternativ wäre es aber auch praktisch, dass sich die Klassenarbeiten von alleine korrigieren.

Welche Sache sagen Schülerinnen und Schüler Ihrer Meinung nach zu oft?

Ein Satz, den man im Schulalltag erstaunlich häufig hört, ist: „Müssen wir das wirklich machen?“ Dicht gefolgt von sehr kreativen Erklärungen dafür, warum die Hausaufgaben leider nicht erledigt wurden. Und natürlich der absolute Klassiker: „Das haben wir noch nie gemacht!“ – selbst dann, wenn es vielleicht erst letzte Woche Thema im Unterricht war. 

Was bringt Sie im Schulalltag garantiert zum Lachen? 

Spontane, ehrliche Kommentare aus der Klasse. Oft entstehen die lustigsten Momente ganz ungeplant. Auch kleine Versprecher – von mir oder von den Schülerinnen und Schülern – sorgen immer wieder für gute Stimmung.

Haben Sie Hobbys, die Sie nach einem langen Schultag entspannen? 

Ja, auf jeden Fall. Ich spiele seit meiner Kindheit leidenschaftlich gerne Fußball – das ist für mich der perfekte Ausgleich. Im Winter fahre ich außerdem sehr gerne Ski und Snowboard. Bewegung hilft mir, nach einem langen Schultag abzuschalten und neue Energie zu tanken. 

Haben Sie ein Lieblingsessen oder einen typischen „Lehrer-Pausen-Snack“?

Mein Lieblingsessen sind tatsächlich Gerichte mit Nudeln oder ein frischer Salat. Was den Pausensnack betrifft: Wenn ich morgens nicht manchmal zu „faul“ wäre, mir etwas vorzubereiten, hätte ich vielleicht öfter etwas dabei. Allerdings passiert es auch häufig, dass ich selbst dann kaum zum Essen komme – der Schulalltag ist eben oft turbulenter als man denkt. 

Haben Sie einen typischen Spruch, den Sie oft sagen? 

„Ich beende den Unterricht.“ 

Und ganz klassisch: „Der Rest ist Hausaufgabe.“ 

 

Entweder-oder-Fragen:

Reisen ins Ausland oder Urlaub in Deutschland?

Im Sommer gerne an den Strand im Ausland – und im Winter ab in die Berge.

Stadtleben oder Landleben?

Definitiv Landleben 

Den Unterricht streng nach Plan gestalten oder spontan auf Schülerideen eingehen? 

Ich bin meistens sehr strukturiert und organisiert, aber gleichzeitig offen für Schülerideen und Vorschläge. Gute Ideen sollte man immer aufgreifen. 

Lehrerzimmer-Gespräche oder Pause an der frischen Luft? 

Gerne ein bisschen „Tratsch“ mit den Kolleginnen und Kollegen im Lehrerzimmer.

Buch lesen oder Serie schauen? 

Nach einem langen, anstrengenden Tag auch gerne mal auf die Couch legen und eine Serie bei Netflix schauen.

Hund oder Katze?

Ganz klar Hund – auch wenn ich leider keinen eigenen habe.

 

Vielen Dank für das Interview, Frau Herzig!