Im Norden ist es "teuflisch schön"


Abschlussfahrt der Klasse 9.4 nach Hamburg

Um 9:50 Uhr am Montag, den 20. Mai 2019, startete die Klasse 9.4. der IGS Schlitzerland mit den Lehrkräften Beate Golle und Michael Schmidt am Bahnhof Fulda. Nach einem Umstieg in Göttingen erreichten wir am frühen Nachmittag die Hafenstadt in Norddeutschland. Das Programm begann um 17:00Uhr. Mit einer Hamburger Wanderführerin liefen wir von unserem Hotel aus an den sogenannten „Altonaer Balkon“. Von dort hat man einen wunderschönen Ausblick auf die Elbe und den Hamburger Hafen mit Köhlbrandbrücke.

Am Dockhafen stiegen wir auf eine Elbfähre, die uns auf die gegenüberliegende Seite der Elbe nach Finkenwerder fuhr. Hier stiegen wir um auf die Fähre nach Teufelsbrück, das seinen Namen einem plattdeutschen Ausspruch verdankt. Unter einem Baum steht sogar noch eine steinerne Figur, die den Teufel darstellen soll. „Teuflisch schön“ ist es hier, so unterhalb der Elbchaussee, wo die wohlhabenden Hamburger Einwohner ihre Villen haben. Dieses exklusive Wohnviertel hat etwas von seiner Attraktivität eingebüßt, als Airbus an die gegenüberliegende Seite der Elbe kam und dort eine Landebahn gebaut wurde. Wir begannen nun unsere abendliche Wanderung zum Museumshafen nach Övelgönne. Es war Flut, sodass sich die Bäume, die ansonsten am Elbstrand stehen, im Wasser befanden. Unser Fußmarsch dauerte ca. eine Stunde. Da sich zwischen Övelgönne und Altona einige Baustellen am Elbufer befinden, stiegen wir wieder auf eine Elbfähre, die uns zu den Landungsbrücken und damit in den touristischen Teil Hamburgs brachte. Nach einem Abstecher ins Hard Rock Café liefen wir von hier aus nach Altona zurück und ließen im Hotel den Abend ausklingen.

Der S-Bahnhof in Altona wurde unser Ausgangspunkt für die Ziele in den folgenden Tagen. Wir hatten großes Glück, dass dieser erste Wanderausflug bei schönem Wetter und sommerlichen Temperaturen stattfand. Bereits am nächsten Tag war es erheblich kühler und begann im Laufe des Tages immer stärker zu regnen. Das störte uns jedoch nicht im „Hamburger Dungeon“, wo wir die dunkle Geschichte der Hansestadt hautnah erlebten. Es war wirklich zum Gruseln! Die Führung durch St.Pauli am Abend fand trotz des Regens statt. Dabei lernten wir die zweite Seite der Großstadt kennen.

Am Mittwoch hatten wir Zeit, die Welt auf Schienen im Miniaturmuseum zu entdecken; anschließend ging es auf den Jungfernstieg und zum beeindruckenden Rathaus. Jetzt bot sich die Gelegenheit, in den Geschäften zu stöbern. Abends erlebten wir einen Poetry Slam in der Kulturkirche Altona.

Den Donnerstag – die Sonne schien wieder – verbrachten wir in Hagenbeck´s Tierpark. Sehr beeindruckend waren die mächtigen Elefanten sowie andere Wildtiere wie Eisbären, Leoparden, Löwen und Tiger. Schön war auch das Eismeer, wo man in unterirdischen Passagen Seelöwen und Robben genau betrachten konnte. Da ein Besuch des Michels auf einer Hamburgfahrt nicht fehlen darf, machten wir uns gegen Abend noch auf den Weg zum Hamburger Wahrzeichen (Öffnungszeit bis 19:30Uhr). Wer wollte, stieg die 445 Treppenstufen zur Turmspitze hinauf; alternativ gab es die Möglichkeit, den Aufzug zu benutzen. Von hier oben genossen wir eine tolle Aussicht über die Stadt, aus einer etwas anderen Perspektive als von der Elbphilarmonie. (Einen Abstecher zur neuen Elbphilarmonie hatten wir am Tag zuvor vom Miniaturmuseum ausgemacht und bei der Gelegenheit auch die Speicherstadt kennengelernt, wo gerade ein neues Stadtviertel aus Speicherstadt und stillgelegtem Hafen – die Hafencity – entsteht und viel neuen Wohn- und Lebensraum für Hamburg schaffen soll.)

Mit vielen neuen Eindrücken und schönen Erlebnissen kehren wir wieder nach Schlitz zurück.

Beate Golle, M.A.