Von Felsenbirnen, Purpurweiden und wilden Brombeeren


Garten- und Landschaftsbauer Stefan Krauss aus Lauterbach unterstützt IGS großzügig

Die IGS-Reporterinnen Melina und Lara berichten:

Im Rahmen des groß angelegten Projekts des neuen Schulgartens der IGS Schlitzerland, engagieren sich die Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtkurses „Ernährung & Garten“ im Jahrgang 7 unter der Leitung von Vera Pfanschilling derzeit fleißig im Rahmen eines Bepflanzungsprojekts in unmittelbarer Umgebung des Schulgebäudes. Professionelle Unterstützung erhalten sie dabei von dem Lauterbacher Garten- und Landschaftsbauer Stefan Krauss, der sich - begeistert von der Idee - dazu bereit erklärt hat, das Projekt gemeinsam mit den Lernenden der IGS von der Theorie und Planung in die Praxis umzusetzen.

Und so dauerte es nicht lange, bis der Profi zum ersten Mal an der IGS vorbeischaute, um gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern die zu diesem Zeitpunkt noch mit Gras bewachsenen Flächen zu begutachten, sie auszumessen und wichtige Details, wie beispielsweise den Sonneneinfall, zu besprechen. Im Nachgang des ersten Treffens recherchierte die Lerngruppe dann heimische Gewächse und suchten passende regionale Büsche und Gewächse heraus. Geleitet von Kriterien und Fragen wie „Was wächst gut am ausgewählten Standort?“, „Welche Pflanzen müssen nicht importiert werden?“ oder auch der Tierfreundlichkeit, der Wuchszeit sowie der Pflege, suchten die Schülerinnen und Schüler mehr als 20 in Frage kommende Pflanzen heraus.

Die Pflanzen, die der Garten- und Landschaftsbauer über seine Baumschule beziehen konnte, wurden von ihm bestellt und an die IGS geliefert. Und so konnte nur wenig später im Rahmen einer großen Pflanzaktion auf dem vorbereiteten Boden neben Felsenbirnen, Bluthartriegel und Weißdorn auch Haselnuss, Himbeeren und Schwarzer Holunder gepflanzt werden. Hierfür hatten die eifrigen Gärtnerinnen und Gärtner der IGS im Vorfeld den Boden gelockert, passende Löcher ausgehoben und Dünger sowie Wasser für die erste Bewässerung vorbereitet. Um auch dem Aspekt der Tierfreundlichkeit gerecht zu werden, säten die Schülerinnen und Schüler im Anschluss Schmetterlings- und Wildbienensaum an. Dieser soll später zwischen den Gehölzen wachsen und die fleißigen Insekten anlocken.

Das Projekt begeisterte nicht nur die Schülerinnen und Schüler des WP-Kurses, sondern auch Stefan Krauss hatte große Freude an dieser sinnstiftenden Arbeit mit den Kindern. Aus diesem Grund stellte er seine Arbeitszeit der Schule nicht in Rechnung stellte, sondern spendete sie großzügigerweise an den Förderverein der Schule. Mehr noch: Damit die Pflanzen auch dauerhaft wachsen und gedeihen können, gab er den jungen Gärtnerinnen und Gärtnern abschließend wertvolle Tipps für die Pflege der Pflanzen. Nun heißt es also regelmäßig Unkraut entfernen, den verteilten Rindenmulch und die Gehölze pflegen und natürlich in den Sommermonaten gießen.

Hier geht es zum Artikel im Schlitzer Boten.